23.07.2005
"Anti-Werbung auf der Firmen-Homepage"
Bereits Anfang Juli 2005 berichtete heise online über eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums, nach der Internet und E-Mail für deutsche Unternehmen inzwischen zwar fast so selbstverständlich geworden sind wie das Telefon, nach der aber längst noch nicht alle Betriebe das weltweite Datennetz auch für ihr Marketing nutzen. Vor allem kleine Unternehmen mit weniger als neun Mitarbeitern haben danach erst zu 45 Prozent eine eigene Homepage, während es bei den großen fast doppelt so viele sind. Der Grund dafür liegt seltener in einer bewussten strategischen Entscheidung als viel mehr im fehlenden Know-How, stellen die Autoren der Studie fest.
Guido Zakrzewski vom Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG) Hessen beobachtet, dass viele das Internet lediglich als elektronische Visitenkarte nutzen und damit viel von dem vorhandenen Potential verschenken. "Denn nicht jede Homepage erfüllt ihren Zweck, neue Kunden zu gewinnen. Das könne schnell nach hinten losgehen und zur 'Anti-Werbung' werden, meint Zakrzewski."
Folgerichtig empfiehlt das BIEG den Unternehmen die Inanspruchnahme von Profis: "Die Kosten zwischen 1500 und 4000 Euro machten sich schnell bezahlt. 'Nichts ist schlimmer als eine amateurhaft gestaltete Homepage', warnt der Fachmann. 'Zu den schlimmsten Fehlern gehörten inhaltsleere Seiten, auf denen keine Angaben über Produkte, Dienstleistungen oder Preise zu finden sind. Als schlechtes Beispiel führt er den Web-Auftritt einiger Sparkassen an, bei denen die Öffnungszeiten von Filialen kaum zu finden sind, stattdessen aber eine Wetterauskunft.'"
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